Berlin wird Teil der „Creative Alliance“ – Berliner Landesinitiative Projekt Zukunft im Konsortium europäischer Metropolen
EU unterstützt verstärkt die Kreativwirtschaft
Berlin, Brüssel 02.11.2011 – Die Europäische Kommission will ihre Förderpolitik stärker auf die Kreativwirtschaft ausrichten. Als Teil der neuen „European Creative Industries Alliance“ (ECIA) wird Berlin dabei eine zentrale Rolle spielen, insbesondere bei der Festlegung der künftigen strategischen Ausrichtung und der Förderpolitik. Das Projekt ist Teil des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) und startet Anfang 2012. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre. Die EU-Generaldirektion Unternehmen und Industrie hatte den Projektaufruf zur ECIA Anfang des Jahres initiiert.
Ingrid Walther, zuständige Referatsleiterin in der Senatswirtschaftsverwaltung und dort verantwortlich für die Landesinitiative Projekt Zukunft äußert sich zufrieden über die Entscheidung: “Wir freuen uns, dass die Berliner Landesinitiative Projekt Zukunft dank ihrer europaweit anerkannten erfolgreichen Arbeit bei der Förderung der Kreativwirtschaft aus einer Reihe europäischer Mitbewerber ausgewählt wurde, sich gemeinsam mit Amsterdam, Mailand, Barcelona, Tampere und Nantes an einem Konsortium zu beteiligen.“
Sechs europäische Städte bilden Konsortium
Dieses Konsortium hat sich für die Gründung der “European Creative Industries Alliance“ beworben. Mitte Oktober wurde die Bewerbung des transeuropäischen Konsortiums von der EU-Kommission positiv beschieden. Neben dem Arbeitsbereich „Netzwerke und Cluster“, den Berlin federführend betreuen wird, beziehen sich die Handlungsfelder auf die Themen Innovationsgutscheine, Zugang zu Finanzierungen, Übertragungseffekte (Spill-over) und bedarfsgesteuerte Innovationsmodelle.
Kreativbranche als Motor innovativer Dienstleistungen und Produkte
Die „Creative Alliance“ wird nun Strategien und Konzepte entwickeln, die darauf zielen, die Kreativwirtschaft in Europa als Impulsgeber für die Entwicklung innovativer Dienstleistungen und Produkte zu stärken. Das Potenzial der Kreativbranchen für die Dynamisierung von Wachstum und Innovationsfähigkeit der Wirtschaft insgesamt soll – entsprechend der Ziele der EU-Wirtschaftsstrategie Europa 2020 – zukünftig besser genutzt werden.
„Spill-Over-Effekte“ zwischen Kreativwirtschaft und konventionellen Industrien
Im Rahmen der „European Creative Industries Alliance“ soll eine Plattform etabliert werden, die die Vernetzung und den Austausch von Strategien und Best Practices aus dem Bereich der Kreativbranchen in Europa ermöglicht und unterstützt. Neue Instrumente, die diese Übertragungseffekte in konventionellen Industrien auslösen, sollen entwickelt werden. Außerdem werden Informationen für Unternehmen der Kreativbranchen zu Innovationsstrategien und Fördermöglichkeiten bereitgestellt und es wird der Aufbau einer „Policy Platform“ realisiert.
Die Ergebnisse des Know-how-Austauschs sollen anschließend in die Weiterentwicklung der EU-Strukturfonds-Richtlinien sowie weiterer EU-Programme (z.B. Forschung, Kultur Handel, EIB und Mobilität) einfließen und die Einflussmöglichkeiten auf europäischer Ebene sichern.
Weitere Informationen über ECIA im Internet unter http://www.europe-innova.eu/web/guest
Dieses Vorhaben wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.
Über Projekt Zukunft
Projekt Zukunft ist die landesweite Senatsinitiative für den Strukturwandel Berlins zur Informations- und Wissensgesellschaft. Ziel der 1997 ins Leben gerufenen partei- und ressortübergreifenden Initiative ist die Entwicklung der Stadt zu einem international anerkannten, wettbewerbsfähigen und attraktiven Standort. Projekt Zukunft fördert die Zukunftsbranchen der Medien-, IT- und Kreativwirtschaft und vernetzt sie mit Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Durch Strategien, Initiativen und Projekte, Public-Private-Partnerships, Veranstaltungen, Informationskampagnen und Publikationen unterstützt Projekt Zukunft technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen und verbessert so die Rahmenbedingungen für die Wachstumsfelder der Stadt. www.projektzukunft.berlin.de
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