Chef an Mitarbeiter: Der persönliche Kontakt zählt

Interne Kommunikation setzt wenig auf die Dialogangebote der Social Media

Berlin, 10. Januar 2012 – Interne Kommunikation in deutschen Unternehmen ist Chefsache, wie die Berliner PR-Agentur index mit einer Umfrage ermittelte. Der persönliche Kontakt der Führungsebene mit den Mitarbeitern spielt nach wie vor eine große Rolle. Das Web 2.0 hingegen wird nur unzureichend eingesetzt, obwohl es geeignet ist für den Mitarbeiterdialog. Die Auswertung der Umfrage kann unter www.index.de/publikationen/umfragen/ kostenfrei bestellt werden.

Der direkte und persönliche Kontakt der Unternehmensleitung zu den Mitarbeitern ist für die interne Kommunikation besonders wichtig: 54 Prozent der Befragten gaben die Geschäftsführung bzw. den Vorstand als maßgebliche Akteure in der internen Kommunikation an. Dazu passt auch, dass Informations- und Mitarbeiterveranstaltungen zu den am häufigsten umgesetzten Maßnahmen gehören (58,5 Prozent). Sie animieren die Mitarbeiter auch am stärksten zu Feedback.

Wissen teilen, Mitarbeiter einbinden
Mit der Internen Kommunikation verfolgen die Unternehmen vor allem zwei Ziele: Wissen teilen (38,5 Prozent) und die Identifikation der Mitarbeiter mit bzw. ihre Bindung an das Unternehmen fördern (32 Prozent). Die größten Herausforderungen liegen darin, die Mitarbeiter in die Interne Kommunikation einzubinden und generell Partizipation und Dialog zu ermöglichen.

Bitte benennen Sie die drei wichtigsten Ziele, die in Ihrem Unternehmen mit Interner Kommunikation erreicht werden sollen.

<media 2805 800x600></media>(Quelle: index Agentur GmbH 12/2011)

Für den Wissenstransfer kommen hauptsächlich das Intranet und Wikis zum Einsatz, bei den anderen Punkten setzen die Unternehmen auf die schon erwähnten Mitarbeiterveranstaltungen. Social Media werden gezielt eingesetzt: Während Wikis und Blogs akzeptierte Kommunikationstools sind (27 und 22 Prozent), spielen Foren, Facebook-Gruppen und Twitter mit 12, 11,5 und 11 Prozent eine relativ geringe Rolle. Das Ergebnis überrascht, gelten doch die Mitarbeitereinbindung und das Eröffnen von Dialogangeboten als größte Herausforderungen. Gerade hier böten die Möglichkeiten von Web 2.0 gute Partizipationsmöglichkeiten.

Welche Maßnahmen der Internen Kommunikation setzen Sie in Ihrem Unternehmen ein?
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(Quelle: index Agentur GmbH 12/2011)

Knappes Zeitbudget für Interne Kommunikation
Im Arbeitsalltag kommen die Mitarbeiter nach Einschätzung der Umfrageteilnehmer kaum dazu, an Interner Kommunikation teilzuhaben: 29,3 Prozent glauben, dass ihre Mitarbeiter hierfür in der Woche durchschnittlich 10 bis 20 Minuten investieren können. Bei weiteren 25,4 Prozent sind es sogar weniger als 10 Minuten. Hier entsteht die Möglichkeit, Maßnahmen der Internen Kommunikation als App anzubieten. Insbesondere die mobilen Anwendungen für Tablets erreichen ihre Nutzer auch außerhalb der Arbeitszeiten, wenn diese mehr Zeit und Ruhe haben. Dadurch könnten die Mitarbeiter mehr Zeit für Interne Kommunikation aufbringen und würden auch verstärkt von den Dialogmöglichkeiten Gebrauch machen.   


Basis der index-Umfrage
An der Umfrage haben sich 130 Kommunikationsexperten beteiligt. Sie arbeiten überwiegend als Pressesprecher oder in der Presseabteilung ihres Unternehmens (30 Prozent). Rund 12 Prozent gehören zur Geschäftsführung bzw. dem Vorstand ihres Unternehmens, 6 Prozent gaben als Funktion „Leiter Interne Kommunikation“ an. Die von ihnen vertretenen Unternehmen sind überwiegend in der IKT-Branche tätig (25 Prozent), gefolgt vom Dienstleistungssektor (23 Prozent). Rund 8 Prozent gehören zur klassischen Industrie.

Die Auswertung der Umfrage kann unter www.index.de/publikationen/umfragen/ kostenfrei bestellt werden.



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