Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Bewegtbild-PR haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um zu beginnen. Das heißt jedoch nicht, dass Ihre ersten Schritte Hollywood-Niveau haben müssen. Überfordern Sie sich und Ihre Kollegen nicht und beginnen Sie mit einfachen Formaten, die auch aus Kostensicht leicht zu realisieren sind. Ein Video-Statement, das eine klassische Text-Pressemitteilung ergänzt, bildet beispielsweise einen idealen Einstieg. Der Aufwand für ein solches, etwa 30- bis 60-sekündiges Video ist überschaubar.
2. Üben Sie den gelungenen Auftritt
Auch geübte Redner haben bisweilen Schwierigkeiten, wenn sie vor Kameras sprechen sollen. Achten Sie bei der Auswahl der Personen, die als Statementgeber in Videos agieren, deshalb nicht nur auf die Funktion im Unternehmen, sondern auch darauf, ob sie Spaß an solchen Aufgaben haben und mit der entsprechenden Kamerawirkung auftreten können. Dabei spielt die Authentizität eine wichtige Rolle. Ein Medien- und Kameratraining leistet hier große Hilfestellung. Dabei werden Interview- und Statement-Situationen vor der Kamera simuliert und trainiert und das jeweilige Auftreten z. B. in Hinsicht auf Körpersprache und Mimik analysiert.
3. Legen Sie Gestaltungsvorgaben für Videos fest
Auf der visuellen Ebene gibt es einige Details zu bedenken, für die am besten gleich zu Beginn Gestaltungsvorgaben entwickelt werden. Dies betrifft etwa die Hintergründe, „Bauchbinden“ mit dem Namen und der Funktion des Sprechenden, den Bildausschnitt für ein Statement und Überblendungen. Auch hier empfehlen wir, in mehreren Schritten vorzugehen. Legen Sie zunächst nur die wichtigsten Grundregeln fest. Wenn ihre Bewegtbild-PR umfangreicher wird, wird sich daraus ein komplettes Corporate Design für Bewegtbild entwickeln.
4. Denken Sie in Bildern
Wenn Sie längere Videos aufnehmen, die über ein einfaches Statement hinausgehen, ist eine andere kreative Herangehensweise gefragt als beim Texten: das Denken in Bildern. Auch hier erwartet man bei Webvideos weder Hollywood noch die klassische Fernsehnachricht. Aber keiner hindert Sie, originelle Bilder und Bildausschnitte zu wählen. Oft kann die Botschaft mit Bildern nicht nur unterstützt, sondern erzählt werden. Besonders wichtig ist beispielsweise die Eingangssequenz eines Videos – schaffen Sie es hier, den Betrachter zu fesseln, wird er beim Video bleiben. Wenn Sie keine oder wenig Erfahrung mit der Ausarbeitung von Skripten haben, kann professionelle Unterstützung nützlich sein.
5. Denken Sie strategisch
Wenn Sie die ersten Schritte mit Bewegtbild-PR hinter sich haben, empfehlen wir, inne zu halten und an den strategischen Überbau zu denken. Denn die optimale Wirkung erzielen Videos im Netz dann, wenn sie klug in den Kommunikations-Mix integriert werden. Wie bei jeder anderen Maßnahme der Unternehmenskommunikation gilt es also Zielgruppen, Botschaften und Formate zueinander in Beziehung zu setzen. Die Einsatzmöglichkeiten eines Videos sind Teil seiner Konzeption. Im Idealfall kann ein Clip oder einzelne Szenen sowohl für die Presseearbeit als auch im Vertrieb, bei Messen, für die interne Kommunikation und auf der Website eingesetzt werden. Auf diese Weise wird Bewegtbild-PR zu einer kostengünstigen und besonders effektiven Ergänzung der klassischen PR-Instrumente.


