Editorial

Was sollen B2B-Anbieter bei facebook?

Burger King: 1,7 Mio. Fans, adidas Originals: 11,25 Mio. Fans. B2C-Unternehmen mit starken Brands und guten Stories haben sich längst bei facebook etabliert und nutzen Social Media als Kommunikations- und Marketingkanal. Aber was hat ein B2B-Unternehmen zu erzählen, wenn es keine Endverbraucher adressiert, keine Emotionen hervorruft und vielleicht auch keinen starken Brand im Portfolio hat? Sollte es überhaupt Ressourcen in Social-Media-Kommunikation investieren? Ja, Social Media lohnt sich dennoch. Personaler sind sich (weitgehend) einig: Für die Mitarbeitersuche wird insbesondere facebook in absehbarer Zeit ein unverzichtbarer Kanal sein. Hier tummeln sich Millionen potenzieller Arbeitnehmer, die über Werbung und Mund-zu-Mund-Propaganda gezielt angesprochen werden können und auf Unternehmensseiten nicht nur Informationen, sondern bestenfalls sogar gleich Ansprechpersonen für ihre Anliegen finden. Für Employer-Branding-Kampagnen bieten facebook, Xing und Co. einen direkten Kanal zu den Bezugsgruppen und eine effiziente Form der Informationsverbreitung.

Fachöffentlichkeiten gezielt adressieren

Während facebook vor allem von Privatnutzern bevölkert ist, ist Google+ (noch) stärker geschäftlich geprägt. Dort und bei Xing oder LinkedIn profilieren sich Unternehmen oder einzelne Mitarbeiter mit ihrem Know-how als „Evangelisten“ und besetzen so (Fach-)Themen.  Als Moderatoren von Xing-Gruppen oder Multiplikatoren in informellen Netzen ziehen sie die Aufmerksamkeit der Fachöffentlichkeit auf sich und sind auch für recherchierende Journalisten nur einen Klick entfernt.

Social Media ist noch immer in Bewegung. Neue Anbieter, neue Funktionen, neue Anwendungsszenarien eröffnen laufend neue Möglichkeiten für Unternehmen.  Aber im Gegensatz zum oft plan- und ziellosen Run auf Internetpräsenzen Mitte der Neunziger Jahre können Unternehmen mit einer strategischen Herangehensweise schon heute direkten Nutzen aus Social Media ziehen.

Bereits in der letzten Ausgabe unseres Newsletters hatten wir uns mit dem Thema B2B-Kommunikation befasst. Aufgrund der Komplexität greifen wir es in dieser Ausgabe noch einmal auf: Eberhard Wolff von der adesso AG schildert im Interview, wie und warum er Social Media beruflich nutzt, Daniela Furkel steht in unseren „11 Fragen“ Rede und Antwort und wir betrachten die Besonderheiten von klassischer (Anzeigen-)Werbung in der B2B-Kommunikation.

Wir wĂĽnschen Ihnen viel SpaĂź beim Lesen und interessante Einsichten!

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