Neues Ausbildungsjahr
Betriebe schreiben 4 Prozent weniger Ausbildungsstellen aus
Am 1. September beginnt vielerorts das neue Ausbildungsjahr und für viele junge Menschen damit der Ernst des Lebens. Zwischen Januar und Juli 2025 konnten sie sich bundesweit auf etwa 622.000 Ausbildungsplätze bewerben. Das sind 4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Mit rund 148.000 Ausbildungsstellen gab es in den ersten sieben Monaten dieses Jahres die mit Abstand meisten Angebote im Bauwesen und Handwerk. Regional führte Nordrhein-Westfalen – im bevölkerungsreichsten Bundesland waren in diesem Zeitraum mehr als 126.000 Ausbildungsplätze zu besetzen. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Stellenmarkt-Analyse der Personalmarktforschung Index Research auf Basis von Index Anzeigendaten, Europas größte Stellenanzeigen-Datenbank.
Von 2019 bis 2023 nahm das Angebot an Ausbildungsplätzen kontinuierlich zu, ehe es 2024 leicht zurückging. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres schrieben Unternehmen und öffentliche Einrichtungen bereits rund 622.000 Stellen für angehende Auszubildende öffentlich aus. Insgesamt machten Ausbildungsplätze fast 9 Prozent aller veröffentlichten Jobangebote aus.

Ausbildungsplätze nach Berufsgruppen
Die meisten Ausbildungsplätze gab es zwischen Januar und Juli 2025 im Bauwesen und Handwerk (rund 148.000 Stellen). Knapp dahinter folgten die Bereiche Verkauf und Vertrieb (etwa 141.000 Azubi-Stellen). Auf Rang drei kamen technische Ausbildungsberufe wie Mechatroniker oder Zerspanungstechniker (über 129.000 Azubi-Stellen).

Regionale Unterschiede bei den Ausbildungsstellen
Im Bundesländer-Ranking lag Nordrhein-Westfalen mit über 126.000 ausgeschriebenen Ausbildungsplätzen vorn. Gefolgt vom wirtschaftlich nach wie vor starken Süden: Bayern (fast 115.000 Plätze) und Baden-Württemberg (nahezu 99.000 Plätze). Sachsen war der Spitzenreiter im Osten mit über 27.000 Ausbildungsplätzen.
Auffällig ist, dass der Anteil von Ausbildungsplätzen am gesamten Stellenangebot in den einzelnen Bundesländern prozentual stark schwankte: von 5 Prozent in Hamburg bis zu fast 10 Prozent in Baden-Württemberg.

„Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen. Ausbildung ist deshalb weit mehr als eine Pflichtaufgabe – sie ist eine Investition in die Zukunft jedes Unternehmens“, betont Index-Geschäftsführer Jürgen Grenz.