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Freundliche Geschäftsfrau mit langen blonden Haaren und rotem Pullover steht mit einem Klemmbrett im modernen Büro vor einem Regal mit Aktenordnern und Büchern.

Index Stellenmarktindikator
Stellenmarkt erholt sich leicht

Die Talfahrt auf dem Stellenmarkt ist vorerst gestoppt: Im April 2025 haben die Arbeitgeber bundesweit rund 1,7 Millionen Stellen ausgeschrieben – ein leichtes Plus von 1 Prozent gegenüber März dieses Jahres. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das Stellenangebot jedoch spürbar zurückgegangen (minus 10 Prozent). Auch der Blick auf die einzelnen Branchen zeigt eine differenzierte Entwicklung: Während es bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen einen leichten Rückgang gegenüber dem Vormonat gab, stieg das Stellenangebot in der öffentlichen Verwaltung deutlich an (plus 13 Prozent). Das sind die zentralen Ergebnisse des Index Stellenmarktindikators, der seit August 2023 über den deutschen und seit August 2024 auch über den österreichischen Stellenmarkt informiert.

Trotz der schwachen Konjunktur scheint sich der deutsche Stellenmarkt allmählich zu stabilisieren. Der saisonbereinigte Stellenmarktindex lag im April 2025 bei 150,2 Punkten und damit leicht über dem Wert vom März dieses Jahres. Im Vorjahresvergleich bleibt die Lage jedoch angespannt: Das Stellenangebot liegt rund 10 Prozent unter dem Niveau vom April 2024.

Die Lage auf dem österreichischen Stellenmarkt bleibt nahezu unverändert: Dort lag der Stellenmarktindikator im April 2025 bei 178,36 Punkten und damit in etwa auf dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das Stellenangebot jedoch leicht zurückgegangen (minus 2 Prozent).

Liniengrafik mit dem Titel „Index Stellenmarktindikator – Gesamtdeutschland und Gesamtösterreich, saisonbereinigt“ zeigt die Entwicklung des Stellenmarkts von Juli 2016 bis Januar 2025. Dargestellt sind zwei Linien: Deutschland (orange) und Österreich (rot). Beide Länder verzeichnen ab 2020 einen starken Rückgang, gefolgt von einem deutlichen Aufschwung bis Anfang 2022. Danach sinkt der Index in Deutschland stärker als in Österreich. Seit 2023 bleibt der österreichische Stellenmarkt stabiler als der deutsche.

Personalnachfrage in der öffentlichen Verwaltung steigt

Trotz der vermeintlich stabilen Lage auf dem deutschen Stellenmarkt zeigen sich im April in den einzelnen Branchen deutliche Unterschiede im Vergleich zum Vormonat: So sank die Nachfrage im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, zu denen auch Personaldienstleister gehören, um 5 Prozent. Auch der Arbeitsmarkt für freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen verzeichnete ein Minus von 3 Prozent. In der öffentlichen Verwaltung hingegen stieg das Stellenangebot dagegen um 13 Prozent.

Liniengrafik mit dem Titel „Index Stellenmarktindikator – Ausgewählte Branchen, saisonbereinigt“ zeigt die Entwicklung des Stellenmarkts in Deutschland von Juli 2016 bis Januar 2025. Drei Branchen sind dargestellt: Öffentliche Verwaltung (graue Linie, mit starkem Anstieg bis Mitte 2022 und anschließendem Rückgang), freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (orange Linie, mit moderatem Anstieg bis 2022 und anschließendem Rückgang) sowie sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (rote Linie, ähnlich verlaufend wie die orange). Insgesamt zeigt die Grafik einen Boom bis 2022, gefolgt von einer rückläufigen Entwicklung in allen drei Bereichen.

Hochaktuelle Stellenmarkt-Analysen regelmäßig zum Monatsanfang

Neben dem Gesamtindex für Deutschland werden auch Subindizes für die Bundesländer, 19 Branchenabschnitte und 36 BA-Berufsgruppen bereitgestellt. Der Gesamtindex für Österreich sowie Subindizes für die österreichischen Bundesländer stehen ebenfalls zur Verfügung. Es werden sowohl Ursprungswerte als auch saisonbereinigte Werte (bereinigt um saisonale Einflüsse, z. B. im Gastgewerbe) veröffentlicht.

Da die Saisonbereinigung monatlich neu durchgeführt wird, kann es zu Abweichungen gegenüber früheren Veröffentlichungen kommen. Für den Index Stellenmarktindikator werden in Deutschland 137 Printmedien und 42 Online-Jobbörsen herangezogen. Die Kennzahl für Österreich basiert hingegen auf 11 Print- und 18 Online-Jobbörsen, bedingt durch den kleineren Stellenmarkt.

Weitergehende Informationen zur methodischen Vorgehensweise und den einzelnen Zahlenreihen stehen hier zum Download bereit:

Nächste Veröffentlichungstermine:

  • Auswertungszeitraum Mai 2025: 6. Juni 2025
  • Auswertungszeitraum Juni 2025: 8. Juli 2025
  • Auswertungszeitraum Juli 2025: 7. August 2025

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