Mythos Obstkorb
Nur 0,3 Prozent der Stellen werben damit
Der Obstkorb zählt zu den Klassikern der Mitarbeiterbenefits. In Stellenanzeigen spielt er jedoch kaum eine Rolle. Im Mai 2026 erwähnten Arbeitgeber den Benefit in rund 4.400 öffentlich ausgeschriebenen Stellen. Das entspricht lediglich 0,3 Prozent aller Jobangebote. Am häufigsten tauchte der Obstkorb in Stelleninseraten für Beschäftigte in den Bereichen Rechts- und Steuerwesen auf. Dort wurde er in knapp 1,2 Prozent der Positionen genannt. Bei den Hierarchiestufen war der Anteil bei Young Professionals mit knapp 0,7 Prozent am höchsten. Im Ländervergleich führte Hamburg mit etwas mehr als 0,6 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Berliner Personalmarktforschung Index-Research auf Basis von Index-Anzeigendaten, der größten Stellenanzeigen-Datenbank Europas.
„Der Obstkorb gehört in vielen Büros längst zum Standard“, sagt Jürgen Grenz, CEO der Index-Gruppe. „Viele Unternehmen gehen daher davon aus, dass sie Jobsuchende damit nicht mehr von sich überzeugen können.“
Aktuelle Stellenmarktdaten stützen diese Einschätzung. Im Mai 2026 tauchte der Begriff Obstkorb lediglich in 0,3 Prozent der Stellenangebote in Deutschland auf. Auch in den Vorjahresmonaten war der Anteil nur geringfügig höher.
Obstkorb bleibt Randerscheinung in Stellenanzeigen
Am häufigsten erwähnten Arbeitgeber im Mai dieses Jahres den Obstkorb in Stellengesuchen für Bürojobs. Gemessen am gesamten Stellenangebot war der Wert in den Bereichen Rechts- und Steuerwesen mit knapp 1,2 Prozent am höchsten. Das Personalwesen lag mit rund einem Prozent dicht dahinter. In allen anderen Berufsgruppen blieb der Anteil deutlich darunter.
Auch beim Qualifikationsniveau zeigten sich nur geringe Unterschiede. In Jobangeboten für Young Professionals warben Arbeitgeber am häufigsten mit dem Obstkorb. Doch selbst in dieser Hierarchiestufe lag die Quote lediglich bei knapp 0,7 Prozent.
Regional fiel das Bild ähnlich aus. Die Spannweite reichte von rund 0,1 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern bis zu 0,6 Prozent in Hamburg.



