Stellenmarkt-Analyse zum Q4/2025
Fast jede dritte ausgeschriebene Stelle lief über Personaldienstleister
Personaldienstleister spielen eine zentrale Rolle am deutschen Arbeitsmarkt. Das zeigt die aktuelle Analyse der Personalmarktforschung Index Research: Im Q4/2025 schrieben Personalberater, -vermittler und Zeitarbeitsfirmen im Auftrag ihrer Kunden fast 1,1 Millionen Stellen öffentlich aus. Das entsprach 32 Prozent des gesamten Stellenangebots in Deutschland. Am häufigsten suchten Arbeitgeber über Personaldienstleistungen Fachkräfte in den Bereichen Unternehmensführung und -organisation (insgesamt fast 92.000 Positionen). Ebenfalls spannend ist: Für drei Berufsgruppen schalteten Personaldienstleister mehr Stellen als es bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldete Arbeitssuchende gibt – hier ist der Fachkräfte-Engpass besonders groß. Die Stellenmarkt-Analyse basiert auf Index Anzeigendaten, der größten Stellenanzeigen-Datenbank Europas.
„Viele Arbeitgeber nutzen Personaldienstleister faktisch als ausgelagerte Personalabteilung“, sagt Index-CEO Jürgen Grenz. Im vierten Quartal 2025 wurden rund ein Drittel des gesamten Stellenangebots, nämlich nahezu 1,1 Millionen Stellen, von Personaldienstleistungen inseriert. Gegenüber dem vierten Quartal 2024 sank es jedoch um rund 14 Prozent.

Der Fokus von Personaldienstleistern liegt auf diesen Berufsgruppen
Im vierten Quartal 2025 beauftragten Unternehmen am häufigsten Personaldienstleistungen, um Experten für die Unternehmensführung und -organisation (fast 92.000 Stellen) sowie Fachkräfte im Bereich Maschinen- und Fahrzeugtechnik (rund 88.000 Stellen) zu rekrutieren. Überdurchschnittlich viele Stelleninserate schalteten Personaldienstleister außerdem für Arbeitskräfte in den Bereichen Verkehr und Logistik (nahezu 87.000 Stellen) sowie für IT-Spezialisten (über 85.000 Stellen).

Personaldienstleister als Indikator für den Fachkräftemangel
„Das zeigt sich besonders im Verhältnis zwischen den von ihnen ausgeschriebenen Stellen und den bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten Arbeitssuchenden“, betont Grenz.
In drei BA-Berufsgruppen gab es mehr von Personaldienstleistern ausgeschriebene Stellen als Arbeitssuchende: Dazu zählen erstens die Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe, zweitens die technische Entwicklung, Konstruktion und Produktionssteuerung sowie drittens die Bereiche Finanzdienstleistung, Rechnungswesen und Steuerberatung. „Das zeigt“, betont Grenz, „dass der Fachkräftemangel in diesen Berufsgruppen besonders ausgeprägt ist.“
In allen anderen Berufsgruppen der BA überstieg die Zahl der gemeldeten Arbeitssuchenden die von Personaldienstleistern ausgeschriebenen Stellen. „Hier gab es, zumindest quantitativ gesehen, einen Arbeitskräfteüberschuss“, so Grenz.




