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Fast jede dritte ausgeschriebene Stelle lief im Q1/2026 über Personaldienstleister
Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage setzen Unternehmen bei der Mitarbeitersuche weiterhin in großem Umfang auf Personaldienstleister. Dies zeigt die aktuelle Analyse der Berliner Personalmarktforschung Index Research: Im ersten Quartal 2026 veröffentlichten Personalberater, -vermittler und Zeitarbeitsfirmen im Auftrag ihrer Kunden mehr als 1,1 Millionen Stellen. Das entsprach 32 Prozent des gesamten Stellenangebots in Deutschland. Am häufigsten suchten Arbeitgeber mithilfe von Personaldienstleistungen Fachkräfte in medizinischen Gesundheitsberufen (über 95.000 Positionen). Für drei Berufsgruppen schalteten Personaldienstleister sogar mehr Stellen als es bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldete Arbeitsuchende gibt – hier ist der Fachkräftemangel besonders groß. Die Analyse von Index Research basiert auf den Daten von Index Anzeigendaten, der europaweit größten Stellenanzeigen-Datenbank.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mit über 1,1 Millionen veröffentlichten Vakanzen zwischen Januar und März 2026 bleibt die Personaldienstleistungsbranche ein zentraler Motor am deutschen Arbeitsmarkt. Auch wenn ihr Anzeigenvolumen im Vergleich zum Vorjahresquartal rückläufig ist (minus 100.000 Stellen), schrieben die externen Dienstleister weiterhin knapp ein Drittel aller Stellen aus.

Auf diesen Berufsgruppen liegt der Fokus der Personaldienstleister
Unternehmen beauftragen Personaldienstleistungen am häufigsten, um diese gefragten Fachkräfte zu rekrutieren: Personal in medizinischen Gesundheitsberufen (über 95.000 Stellen), Experten für die Unternehmensführung und -organisation (mehr als 94.000 Stellen) sowie Mitarbeitende in Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen (rund 91.000 Stellen).

Personaldienstleister sind ein Gradmesser für den Fachkräfteengpass
Ein deutlicher Indikator für den Fachkräftemangel ist das Verhältnis von ausgeschriebenen Stellen zu bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldeten Arbeitsuchenden in einer Berufsgruppe. „Wenn Personaldienstleister mehr Stellen ausschreiben, als die BA Arbeitsuchende in einer Berufsgruppe führt, deutet das auf einen größeren Fachkräfte-Engpass hin“, erklärt Index-CEO Jürgen Grenz.
In drei Berufsgruppen der BA war das der Fall: Erstens in der technischen Entwicklung, Konstruktion und Produktionssteuerung mit einem Verhältnis von sieben Suchenden zu zehn Stellenangeboten,, zweitens in den Bereichen Finanzdienstleistung, Rechnungswesen und Steuerberatung und drittens in den Mechatronik-, Energie- und Elektroberufen. In den letzten beiden Berufsgruppen lag das Verhältnis jeweils bei 9 Suchenden je 10 Stellenangeboten.



