Index Stellenmarktindikator
Stellenangebot blieb im Februar auf niedrigem Niveau
Im Februar 2026 setzte sich die verhaltene Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt fort. Insgesamt wurden rund 1,4 Millionen Stellen ausgeschrieben. Saisonbereinigt blieb die Zahl der offenen Positionen damit nahezu unverändert gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Februar 2025 ist das Stellenangebot allerdings um fast 10 Prozent gesunken. Leicht gestiegen sind die öffentlich ausgeschriebenen Stellen im Februar 2026 gegenüber dem Vormonat in der Industrie (plus nahezu 7 Prozent) und in der öffentlichen Verwaltung (rund plus 6 Prozent). Dagegen ging das Jobangebot in der Verkehrs- und Logistikbranche mit minus 11 Prozent deutlich zurück. Das sind die zentralen Ergebnisse des jüngsten Index Stellenmarktindikators, der seit August 2023 über den deutschen und seit August 2024 auch über den österreichischen Stellenmarkt informiert.
Im Februar 2026 zeigte sich der saisonbereinigte Stellenmarktindex in Deutschland nahezu unverändert: Mit 135,94 Punkten lag er in etwa auf dem Niveau des Vormonats. Im Jahresvergleich zeigt sich jedoch ein deutlicher Rückgang. Gegenüber Februar 2025 sank der Index um rund 10 Prozent.
Der österreichische Arbeitsmarkt erholte sich im Februar 2026 leicht: Der Stellenmarktindikator stieg auf 159,88 Punkte und lag damit 2,8 Prozent über dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Februar 2025 ist jedoch weiterhin ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen: Die Nachfrage nach Arbeitskräften war um über 10 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat.

Industrie sucht wieder mehr Personal
Ende letzten Jahres und auch noch im Januar 2026 hielt sich die Industrie bei der Schaltung von Stellenanzeigen zurück. Im Februar dieses Jahres schrieb das verarbeitende Gewerbe jedoch fast 7 Prozent mehr Stellen aus als im Januar. Auch in der öffentlichen Verwaltung ist ein Aufwärtstrend erkennbar, hier wurden rund 6 Prozent mehr Stellen als im Januar 2026 ausgeschrieben.
Relativ stabil entwickelte sich das Jobangebot in der Branche der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, wie z. B. bei Unternehmensberatungen, Ingenieurbüros oder Werbeagenturen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete die Branche sogar ein leichtes Plus von über 3 Prozent.
Deutlich rückläufig war hingegen im Februar die Nachfrage in der Branche Verkehr und Lagerei. Im Vergleich zum Vormonat Januar 2026 gab es einen Rückgang des Stellenangebots um 11 Prozent, gegenüber dem Vorjahresmonat Februar 2025 waren es fast 17 Prozent.

Hochaktuelle Stellenmarkt-Analysen regelmäßig zum Monatsanfang
Neben dem Gesamtindex für Deutschland werden auch Subindizes für die Bundesländer, 19 Branchenabschnitte und 36 BA-Berufsgruppen bereitgestellt. Der Gesamtindex für Österreich sowie Subindizes für die österreichischen Bundesländer stehen ebenfalls zur Verfügung. Es werden sowohl Ursprungswerte als auch saisonbereinigte Werte (bereinigt um saisonale Einflüsse, z. B. im Gastgewerbe) veröffentlicht.
Da die Saisonbereinigung monatlich neu durchgeführt wird, kann es zu Abweichungen gegenüber früheren Veröffentlichungen kommen. Für den Index Stellenmarktindikator werden in Deutschland 137 Printmedien und 42 Online-Jobbörsen herangezogen. Die Kennzahl für Österreich basiert hingegen auf 11 Print- und 18 Online-Jobbörsen, bedingt durch den kleineren Stellenmarkt.
Weitergehende Informationen zur methodischen Vorgehensweise und den einzelnen Zahlenreihen stehen hier zum Download bereit:
- PDF-Dokument „Methodische Hinweise“
- Excel-Tabelle „Gesamtindex Deutschland“
- Excel-Tabelle „Gesamtindex Österreich“
- Excel-Tabelle „Bundesländer Deutschland“
- Excel-Tabelle „Bundesländer Österreich“
- Excel-Tabelle „Branchen Deutschland“
- Excel-Tabelle „Berufshauptgruppen Deutschland“
Nächste Veröffentlichungstermine:
- Auswertungszeitraum März 2026: 7. April 2026
- Auswertungszeitraum April 2026: 8. Mai 2026
- Auswertungszeitraum Mai 2026: 8. Juni 2026



