Kriselnder Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz
Stellenangebot ging 2025 um 5 Prozent zurück
Die neue Landesregierung in Rheinland-Pfalz übernimmt ein schwieriges arbeitsmarktpolitisches Erbe: Im Gesamtjahr 2025 schrieben die Unternehmen und Behörden landesweit rund 473.000 Positionen aus – und damit 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Während das Stellenangebot für IT-Experten um 13 Prozent stieg, brach es im Bereich Einkauf und Materialwirtschaft um minus 19 Prozent ein. Auch in fast allen Städten ging das Jobangebot im Vergleichszeitraum zurück, nur Bad Kreuznach verzeichnete ein Plus von 3 Prozent. Die gefragtesten Fachkräfte waren 2025 Bauarbeiter und Handwerker mit fast 113.000 Ausschreibungen. Das sind die zentralen Ergebnisse der aktuellen Stellenmarkt-Analyse der Berliner Personalmarktforschung Index Research. Quellenbasis war Index Anzeigendaten, die größte Stellenanzeigen-Datenbank Europas.
Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt steht enorm unter Druck. 2025 veröffentlichten die Arbeitgeber im Land rund 473.000 Vakanzen, was einem Rückgang von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der negative Trend setzt sich damit fort. Bereits 2024 war das Stellenangebot gegenüber 2023 um 3 Prozent gesunken.
„Trotz sinkender Gesamtzahlen suchen viele Unternehmen in spezifischen Segmenten jedoch weiterhin händeringend nach Personal“, betont Index-CEO Jürgen Grenz.

Besonders gefragte Fachkräfte in Rheinland-Pfalz
Die besten Chancen auf einen neuen Job hatten 2025 in Rheinland-Pfalz Bauarbeiter und Handwerker. Auf sie entfielen rund 113.000 Stellenangebote. Dahinter folgten technische Fachkräfte wie Ingenieure und Architekten mit über 81.000 Stellen. Das Gesundheits- und Pflegepersonal belegte mit über 74.000 Stellen den dritten Platz.

Die Fachkräftenachfrage entwickelte sich in einzelnen Berufsfeldern im Vergleich zu 2024 allerdings sehr unterschiedlich. Mit einem Plus von 13 Prozent legte das Stellenangebot für Informatiker am stärksten zu. Auch bei Wissenschaftlern gab es entgegen dem Markttrend einen Anstieg von 12 Prozent. Deutlich rückläufig war hingegen das Jobangebot im Einkauf und in der Materialwirtschaft mit minus 19 Prozent. Auch im Personalwesen sowie in den Bereichen Transport, Verkehr, Logistik und Lager lag der Rückgang bei jeweils rund 12 Prozent.
Hier waren die Jobchancen am größten
Die unangefochtene Jobhochburg war auch 2025 Mainz. In der Landeshauptstadt konnten sich Arbeitsuchende auf fast 44.000 Stellen bewerben. Es folgten Koblenz (nahezu 29.000 Stellen) und Ludwigshafen am Rhein (knapp 24.000 Stellen).

In fast allen Großstädten sank das Jobangebot jedoch im Vergleich zu 2024. Nur Bad Kreuznach trotzte dem Abwärtstrend am Stellenmarkt. In der Kurstadt stieg die Zahl der ausgeschriebenen Stellen um moderate 3 Prozent.



