Arbeitsmarkt weiter im Abschwung
Stellenangebot sinkt um 4 Prozent
Die Arbeitgeber treten bei Neueinstellungen spürbar auf die Bremse. Deutschlandweit schrieben sie im ersten Halbjahr 2026 knapp 5,9 Millionen Stellen aus – 4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Am gefragtesten blieben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Bauarbeiter und Handwerker mit fast 1,3 Millionen ausgeschriebenen Jobs. Regional führte Nordrhein-Westfalen mit mehr als 1,1 Millionen veröffentlichten Positionen. Das zeigt eine Stellenmarkt-Analyse der Berliner Personalmarktforschung Index-Research. Quellenbasis war Index-Anzeigendaten, die größte Stellenanzeigen-Datenbank Europas.
Unternehmen und öffentliche Einrichtungen veröffentlichten im ersten Halbjahr 2026 mit rund 5,9 Millionen Jobangeboten 4 Prozent weniger Stellen als in den ersten sechs Monaten des letzten Jahres.
Jürgen Grenz, Geschäftsführer von Index, führt den Stellenrückgang auf die schwierige wirtschaftliche Lage zurück: „Unternehmen fast aller Branchen spüren den Abschwung inzwischen deutlich. Viele Arbeitgeber besetzen deshalb freie Stellen nicht nach, wenn Angestellte kündigen oder in Rente gehen. Neueinstellungen beschränken sich oft auf Schlüsselpositionen.“
Diese Fachkräfte waren im ersten Halbjahr am gefragtesten
Trotz des Rückgangs blieb der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in einigen Bereichen hoch. Die mit Abstand meisten Stellen schrieben Arbeitgeber im ersten Halbjahr 2026 für Bauarbeiter und Handwerker aus (fast 1,3 Millionen Stellen). Es folgten technische Fachkräfte wie Ingenieure und Architekten mit rund 1 Million veröffentlichten Stellen sowie Gesundheits-,Pflege- und Sozialberufe mit knapp 920.000 Positionen.

Hier gab es die meisten ausgeschriebenen Stellen
Im Bundesländer-Vergleich bot Nordrhein-Westfalen mit 1,1 Millionen Stellen das größte Jobangebot. Bayern lag mit rund 953.000 Stellen auf Platz zwei, vor Baden-Württemberg mit knapp 749.000 Inseraten. Unter den ostdeutschen Bundesländern verzeichnete Sachsen mit mehr als 270.000 ausgeschriebenen Jobs das größte Stellenangebot. Das Saarland bildete mit circa 51.000 Stellen das bundesweite Schlusslicht.

Bildquellen: Beitragsbild (istockphoto.com/Stadtratte), Balkendiagramme im Text (Index-Research)



