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Personen in grünen Hemden sitzen an einem Tisch und werkeln an militärischen Geräten

Gegen den Stellenmarkttrend
Rüstungsindustrie schreibt 22 Prozent mehr Jobs aus

Die deutsche Rüstungsindustrie sucht händeringend Personal. Im ersten Halbjahr 2026 schrieben Unternehmen der Branche deutschlandweit rund 4.700 Stellen öffentlich aus. Das waren 22 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zwischen Januar und Juni dieses Jahres veröffentlichten sie mit fast 1.600 Stellen die meisten Jobangebote für technische Fachkräfte. In Unterlüß erschienen mit 654 Stellen die meisten Inserate von Rüstungsfirmen. Zu diesen Ergebnissen kam die Berliner Personalmarktforschung Index Research in ihrer jüngsten Stellenmarkt-Auswertung. Quellenbasis war Index Anzeigendaten, die größte Stellenanzeigen-Datenbank Europas. Index zählt zur Rüstungsindustrie Hersteller von Waffen, Munition und militärischen Kampffahrzeugen.

Im Gegensatz zu fast allen anderen Branchen hat sich das Stellenwachstum in der Rüstungsindustrie zuletzt verstärkt: Im ersten Halbjahr 2026 stieg das Jobangebot gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf rund 4.700 Stellen. Vom ersten Halbjahr 2024 zum ersten Halbjahr 2025 lag das Plus bei rund 18 Prozent.

Säulendiagramm zum Stellenangebot in der Rüstungsindustrie in den ersten Halbjahren 2024, 2025 und 2026

Index-CEO Jürgen Grenz betont: „Das Stellenplus zeigt den enormen Personalbedarf der Rüstungsbranche, die zu einem Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft geworden ist.“

Welche Fachkräfte suchen Rüstungsunternehmen?

Technische Fachkräfte waren im ersten Halbjahr 2026 am gefragtesten. Für Ingenieure, Konstrukteure und ähnliche Profile gab es fast 1.600 Stellenangebote, gefolgt von 885 Stellen für Projektmanager sowie 753 Stellen für Bauarbeiter und Handwerker.

Säulendiagramm zum Stellenangebot in der Rüstungsindustrie in den ersten Halbjahren 2024, 2025 und 2026

Wo schreibt die Rüstungsindustrie die meisten Stellen aus?

Besonders viele ausgeschriebene Stellen konzentrierten sich im ersten Halbjahr 2026 auf drei wichtige Standorte der deutschen Rüstungsindustrie: Unterlüß führte das Ranking mit 654 Positionen an. Dort betreibt Rheinmetall einen großen Produktionsstandort. Kassel, wo KNDS und Rheinmetall produzieren, folgte mit 506 Positionen. Auf Platz drei kam MBDA Deutschland-Hauptsitz Schrobenhausen mit 470 Positionen.

Bundesland-Grafik zum regionalen Stellenangebot in der deutschen Rüstungsindustrie im ersten Halbjahr 2026

Bildquellen: Beitragsbild (istockphoto.com/EvgeniyShkolenko), Grafiken im Text (Index Research)

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