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Junge Frau steht mit grüner Kiste mit Paprikas in der Gemüseabteilung eines Supermarktes

Trotz Forderung nach Abschaffung
Unternehmen schreiben mehr Minijobs aus

Die Diskussion über die Zukunft der Minijobs bremst die Nachfrage nach Minijobbern bislang nicht. Im Juli 2026 schrieben Arbeitgeber bundesweit fast 45.000 Minijob-Stellen öffentlich aus. Das waren 7,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Am höchsten war der Minijob-Anteil im Juli dieses Jahres bei ungelernten Arbeitskräften. 54 Prozent der für sie veröffentlichten Stellen waren Minijobs. Mit Blick auf die Berufsgruppen lag der Bereich Transport, Verkehr, Logistik und Lager mit einem Minijob-Anteil von 5,8 Prozent vorn. Regional führte Schleswig-Holstein mit 3,9 Prozent Minijobs aller ausgeschriebenen Stellen. Das sind die zentralen Ergebnisse der jüngsten Stellenmarkt-Auswertung der Berliner Personalmarktforschung Index Research. Quellenbasis war Index Anzeigendaten, die größte Stellenanzeigen-Datenbank Europas.

Im Juni hat die Rentenkommission empfohlen, den Sonderstatus von Minijobs abzuschaffen. Konkret sieht der Vorschlag vor, steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Vergünstigungen zu streichen.

„Die politische Diskussion schlägt sich bislang nicht in sinkenden Stellenzahlen nieder“, betont Index-CEO Jürgen Grenz. Im Juli 2026 schrieben die Arbeitgeber sogar 7,4 Prozent mehr Minijob-Stellen aus als im Vorjahresmonat. „Für viele Unternehmen bleiben Minijobber ein fester Bestandteil der Personalplanung.“

Säulengrafik zu den öffentlich ausgeschriebenen Minijob-Stellen im Juli 2025 (41.823) und im Juli 2026 (44.931 Stellen) sowie die prozentuale Zunahme um + 7,4 Prozent

Mehr als jede zweite Stelle für Ungelernte ist ein Minijob

Die Qualifikation spielt eine entscheidende Rolle, wie viele Stellen als Minijob ausgeschrieben werden. Den höchsten prozentualen Anteil an Minijobs gab es im Juli 2026 bei den ungelernten Arbeitskräften. Fast 54 Prozent der Stellenangebote für sie waren geringfügige Beschäftigungsverhältnisse. Wie abgeschlagen entfielen die zweitmeisten Stellen für Minijobber auf Werkstudierende und Praktikanten mit einem Anteil von 5,6 Prozent.

Die meisten ausgeschriebenen Minijobs gab es im Verkauf

Auch zwischen den Berufsgruppen zeigen sich deutliche Unterschiede. Mit fast 11.800 entsprechenden Stellen gab es die meisten ausgeschriebenen Minijobs im Verkauf. Den höchsten Minijob-Anteil verzeichneten die Bereiche Transport, Verkehr, Logistik und Lager. Hier waren 5,8 Prozent aller Stellenangebote Minijobs.

Schleswig-Holstein hat den höchsten Minijob-Anteil

Regional gesehen unterschied sich der Minijob-Anteil am gesamten Stellenangebot im Juli kaum. Die Spanne reichte von 1,6 Prozent in Berlin bis 3,9 Prozent in Schleswig-Holstein. Zahlenmäßig lagen die bevölkerungsreichsten Bundesländer vorn. Nordrhein-Westfalen führte mit mehr als 9.900 Minijob-Stellen. Bayern folgte mit rund 7.500 Angeboten. Baden-Württemberg kam auf fast 6.100 Jobs.

Bundesland-Grafik mit Stellenangebot für Minijobs im Juli 2026 ( für jedes Bundesland in absoluten Zahlen und prozentuale Anteile am gesamten Stellenangebot)

Bildquellen: Beitragsbild (istockphoto.com/kzenon), zwei Grafiken im Text (index Research)

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