Externe Recruiting-Profis
Personaldienstleister schreiben 7 Prozent mehr Stellen aus
Personaldienstleister spielen bei der Mitarbeitersuche weiterhin eine zentrale Rolle: Im dritten Quartal 2026 schrieben Personalberatungen, Personalvermittlungen und Zeitarbeitsfirmen bundesweit über 1,2 Millionen Stellen aus. Das waren 33 Prozent aller veröffentlichten Stellenangebote in Deutschland und sieben Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Mit fast 138.300 Positionen veröffentlichten sie im dritten Quartal dieses Jahres die meisten Stellen für medizinisches Gesundheitspersonal. In zwei Berufsgruppen überstieg das Stellenangebot von Personaldienstleistern sogar die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen. Das geht aus der jüngsten Stellenmarkt-Auswertung der Berliner Personalmarktforschung Index Research hervor. Quellenbasis der Analyse war Index Anzeigendaten, die größte Stellenanzeigen Datenbank Europas.
Trotz der angespannten Wirtschaftslage beauftragen Unternehmen weiterhin Personaldienstleister. Diese veröffentlichten zwischen Juli und September 2026 über 1,2 Millionen Stellenangebote für ihre Kundenunternehmen. Das waren 7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Damit kam im dritten Quartal 2026 jede dritte öffentlich ausgeschriebene Stelle in Deutschland von einem Personaldienstleister.
„Personaldienstleister haben nicht immer den besten Ruf. Viele Vorbehalte beruhen jedoch auf Vorurteilen“, findet Jürgen Grenz, CEO der Index Gruppe. „Dabei wird oft unterschätzt, wie wichtig sie für die Personalgewinnung vieler Unternehmen sind.“
Medizinische und gewerbliche Fachkräfte stehen im Fokus der Personaldienstleister
Im dritten Quartal 2026 suchten Personaldienstleister im Auftrag von Unternehmen vor allem medizinisches Gesundheitspersonal wie Ärzte und Pflegekräfte. Für diese Berufsgruppe inserierten sie fast 138.300 Stellenangebote.
Ein weiterer Recruiting-Schwerpunkt lag auf Blue-Collar-Workern: So folgten auf Platz zwei Berufe in den Bereichen Verkehr und Logistik (ohne Fahrzeugführung) mit knapp 100.000 Stellen. Dahinter lagen Fachkräfte in der Metallerzeugung, Metallbearbeitung und im Metallbau mit rund 93.900 Stellen. Mit 93.400 Inserate entfielen fast ebenso viele Stellen auf die Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe. Den fünften Platz belegten Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe mit fast 93.100 Stellen.
Stellenangebot übersteigt Arbeitslosenzahlen in zwei Berufsgruppen
In zwei Berufsgruppen schrieben Personaldienstleister sogar mehr Stellen aus, als Menschen arbeitslos gemeldet waren: In den Mechatronik-, Energie- und Elektroberufen kamen auf zehn Stellen lediglich acht Arbeitslose. Noch deutlicher fiel das Ungleichgewicht in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Rechnungswesen und Steuerberatung aus. Hier standen zehn ausgeschriebenen Stellen lediglich sieben gemeldete Arbeitslose gegenüber.
„Wenn Personaldienstleister in einer Berufsgruppe mehr Stellen ausschreiben, als es dort Arbeitslose gibt, deutet das auf einen Fachkräfteengpass hin“, erklärt index-CEO Jürgen Grenz.
Bildquellen: Beitragsbild (istock.com/nensuria), Grafiken im Text (index Gruppe)



